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Jeder Widerstand gegen die innere Uhr des Menschen ist aussichtslos. Es gibt ein klares Programm: Zu bestimmten Zeiten sind wir wach und leistungsbereit und zu anderen Zeiten passiv und müde.
Müdigkeit wirkt sich wie folgt aus:
- Abnahme des Sehvermögens
- fehlerhafte Informationsaufnahme
- nachlassende Aufmerksamkeit
- längere Reaktionszeiten
- zunehmende Gleichgültigkeit
- erhöhte Risikobereitschaft und Reizbarkeit
Phasen subjektiv empfundener Wachheit - die während einer Ermüdung auftreten - können fast nahtlos in den sogenannten Sekundenschlaf übergehen. Sekundenschlaf ist ein ungewolltes Einnicken für mehrere Sekunden.
Das Fahrzeug ist in diesen Sekunden genau genommen führerlos, weil der Fahrer das, was er sieht, nicht mehr bewusst aufnimmt und somit nicht in der Lage ist, darauf zu reagieren.

Das wohl primärste aller Anzeichen ist das Gähnen. Hinzu kommen oft aber auch
- scheinbare Lidschwere
- trockene Mundschleimhaut und Durst
- Frösteln
- Augenreiben
... und schon wirkt sich das auf den Fahrstil aus, was zunächst nur von dem Beifahrer bemerkt wird:
- man erschrickt leicht
- man kuppelt unpräziser oder verschaltet sich und bremst abrupt
weiterhin kommt es zu
- Doppelbildern
- tunnelförmigen Einengungen des Blickfeldes
- Wahrnehmungsirritationen
und letztendlich zu
- verbissenem Durchhaltenwollen
- deutlicher Temposteigerung
- aggressiverem Fahren
- Schwierigkeiten beim Spurhalten
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