Die Hände liegen ganz locker auf dem Lenker auf. Der Blick ist geradeaus in die Weite gerichtet.
Durch kleine minimale Lenkbewegungen wird das Krad nun bei geringer Geschwindigkeit in der Spur bleiben.
Das Spiel zwischen der Drehzahl und der schleifenden Kupplung ergibt nun eine geringe aber konstante Fahrgeschwindigkeit im instabilen Bereich, die durch stetige kleine Lenkbewegungen geradeaus führt. Beschleunigen wir nun, bauen sich die Kreiselkräfte der Stabilität auf und das Krad fährt stabil geradeaus. Eine Hilfe durch Lenkbewegungen ist nicht mehr nötig. Selbst bei freihändiger Fahrt bleibt das Krad stabil in seiner Spur.
Was aber passiert, wenn wir nun in eine Kurve fahren müssen ?
Wir befinden uns im stabilen Bereich, also geradeaus.
Können wir nun durch Einschlagen des Lenkrades durch die Kurve fahren ?
Jeder der dies versucht, wird merken, dass der Kurvenradius einfach zu klein ist. Zur Kurvenfahrt im stabilen Bereich ist eine Schräglage erforderlich. Schräglage erreicht man nur durch Gewichtsverlagerung auf dem Motorrad.
Fährt man aber freihändig auf dem Motorrad und verlagert sein Gewicht bleibt das Motorrad seinem Grundsatz der Stabilität treu und fährt weiter geradeaus.
Des Rätsels Lösung ist der Lenkimpuls.
Bei einer Geradeausfahrt mit folgender Linkskurve wird das Lenkrad auf einer gedachten Gerade leicht nach rechts gezogen und dabei das Gewicht nach links verlagert. Das Motorrad fällt praktisch alleine in die Schräglage und lässt sich nun durch weitere Gewichts-verlagerungen sicher durch die Kurve fahren.
Achtung: Extreme Schräglagen bis an die Haftungsgrenze der Reifen vermeiden
Bei Kurvenfahrten werden trotz der schmalen Silhouette des Motorrades infolge der Schräglage bis zu 80 % der Fahrspur benötigt ! ! !
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