Mit freundlicher Genehmigung von Ulrik Damitz, Flensburg und Olaf Weddern, Latendorf (beide Polizei Schleswig-Holstein)
Auch 2007 10 getötete Motorradfahrer in Osthessen!
Die milden Wintertemperaturen und schönes Wochenendwetter verlocken viele Motorradfahrer dazu, die Kräder früher als in den Vorjahren auf die Straße zu bringen. Und damit begeben sie sich auch in die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden.
Motorradfahrer sind im Straßenverkehr einem 12-mal höheren Risiko als PKW-Insassen ausgesetzt, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden. Insbesondere zu Beginn der Saison muss sich der Fahrer, besonders nach den langen Monaten ohne Fahrpraxis, erst wieder an Lenken, Blickführung und Bremsen gewöhnen.
Allein in den ersten vier Monaten des vergangenen Jahres verunglückten in Osthessen sieben Kradfahrer tödlich.
Im vergangenen Jahr waren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Osthessen 281 Kradfahrer und Kradfahrerinnen - 28 mehr als im Jahr 2006 - in Verkehrsunfälle verwickelt. Dabei wurden, wie im Vorjahr auch, 10 Biker und Bikerinnen getötet. Die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten ging um 4 auf 83 zurück.
148 Verkehrsunfälle verschuldeten die Kradfahrer selbst dabei wurden 6 tödlich und 49 schwer verletzt. In vielen Fällen war die nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich ein Großteil der schweren Verletzungen verunglückter Kradfahrer entsteht dabei durch den Aufprall nach einem Sturz auf ein Hindernis neben der Fahrbahn.
Neben den Verhaltens- und Fahrfehlern der Kradfahrer sind aber auch Fehler anderer Verkehrsteilnehmer festzustellen. Durch eine verschmutzte Fahrbahn, das „Übersehen“ oder „Unterschätzen“ der gefahrenen Geschwindigkeiten von herannahenden Krädern wurden 133-mal Kradfahrer unverschuldet in Verkehrsunfälle verwickelt. Gegenüber 2006 stieg diese Zahl um 22 Unfälle an! Dabei starben 4 Biker und 30 wurden schwer verletzt.
4 Soziusfahrer wurden im vergangenen Jahr schwer verletzt 2006 waren es dagegen noch 7, eine 15-jährige Mitfahrerin starb.
Die Unfallkommissionen in den Landkreisen sind bemüht, durch verkehrsrechtliche Maßnahmen (z. Bsp. Markierung und Beschilderung), straußenbauliche und betriebliche Maßnahmen (z.B. Entfernen von Hindernissen, Installation passiver Schutzeinrichtung, Beseitigung von Straßenschäden) auf den Motorradstrecken zur Unfallvermeidung bzw. zur Minderung der Unfallfolgen beizutragen.
Die osthessische Polizei überwacht auch in diesem Jahr intensiv während der gesamten Motorradsaison, um in erster Linie Raser aus dem Verkehr zu ziehen.
Nahezu alle Motorradfahrer fahren angepasst aus Spaß und Leidenschaft nur einige wenige Chaoten sind insbesondere an den beliebten Motorradstrecken unterwegs sie bestimmen leider das Bild der Biker in der Öffentlichkeit!
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